Pferdegestützte Therapie
Der therapeutische Einsatz von Pferden ist bereits seit Jahren vor allem im anglo-amerikanischen Sprachraum als ressourcen-orientiertes Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen etabliert. Das zugrunde liegende theoretische Konzept umfasst in seiner Vielschichtigkeit anthropologische, philosophische, psychotherapeutische und soziale Aspekte.
Langjährige praktische Erfahrungen von Therapeuten verschiedener Grundorientierungen, Fallberichte und zunehmend auch wissenschaftliche Untersuchungen belegen die positive Wirkung des Pferdes auf die therapeutische Beziehungsgestaltung und deren Wirksamkeit auf angestrebte Veränderungsprozesse.
Die internationale Delta Gesellschaft (www.deltasociety.org) definiert Tiergestütze Therapie als „…zielgerichtete, evaluierte und dokumentierte Intervention, in welcher ein spezifisch ausgebildetes Tier ein integraler Bestandteil des therapeutischen Prozesses ist. Tiergestütze Therapie wird durch eine Person mit professioneller, spezifisch therapeutisch / pädagogischer Ausbildung in Ausübung des spezifischen Berufes durchgeführt oder geleitet.“ (2007).
Aufgrund der vielfältigen Wirkung auf senso-motorischer, vegetativer, interaktioneller, und perzeptiver Ebene kann Pferdegestützte Therapie bei der Behandlung fast aller psychischen Störungsbilder zum Einsatz kommen. Die Indikationsstellung richtet sich hierbei - unter Berücksichtigung bestimmter Einschränkungen durch akute Symptomatik - dabei eher nach den festgelegten Therapiezielen, Defiziten und Ressourcen des Patienten, als nach seiner psychiatrischen Grunderkrankung. Therapeutisch wirksam sind dabei generell und unspezifisch der konkrete Kontakt zum Tier, die Überwindung von Berührungsängsten und das selbstständige Arbeiten und Führen eines durch physische Kraft und Bewegungsdrang beeindruckenden Tieres.
Für verschiedene psychische Störungen wie Schizophrenie, Angststörungen und depressive Störungen wurden aber auch Effekte Pferde- bzw. Tiergestützter Interventionen auf spezifische Symptome nachgewiesen. Vor allem die soziale Rehabilitationsfähigkeit, sowie Defizite im Rahmen sogenannter Negativsymptomatik bei schizophrenen Erkrankungen sowie Freudlosigkeit bei depressiven Störungen konnten positiv beeinflusst werden.
Dr. med. C. Opgen-Rhein
Ärztin, Reittherapeutin (RapTH)
carolin.opgen-rhein@charite.de
Tel. 030-8445-8435
Dipl. Soz.-Päd. M. Kläschen
Diplom Sozialpädagogin, Reittherapeutin (RapTH)
Systemisches Coaching, Leiterin des Ausbildungsinstituts
precentrohipico@aol.com
Tel. 033055-21870
Centro Hipico www.centro-hipico.de
Institut für Pferdegestützte Therapie www.ipthr.de
Deutsches Institut für Therapeutisches Reiten www.dkthr.de
www.psyche-und-pferd.de
www.tiergestuetzte-therapie.de
www.reitenhilft.de