Steht bei einer Schlafstörungen die Erfassung der Schlafstruktur im Mittelpunkt des Interesses, muss der Patient/die Patientin mindestens in zwei aufeinander folgenden Nächten untersucht werden. Die erste Nacht dient der Gewöhnung an das Labor.
Am Abend der Ableitung werden den Patienten Messfühler (Elektroden, Atemgürtel, Atemfühler, ein kleines Mikrophon am Hals etc.) angelegt. Die Elektroden werden mit einem speziellen Kleber (Collodium) angebracht (Abb. 1). Sie sind so gut befestigt, dass weitgehende Bewegungsfreiheit möglich ist. Am Morgen sind sie wieder leicht zu lösen.
Nach dem Löschen des Lichtes kann die Nachtwache per Video immer sehen, ob im Schlafraum alles in Ordnung ist. Am Morgen gibt der Patient Urin zur Bestimmung von Medikamentenspiegeln ab. Manchmal nehmen wir auch Blut ab.
Die Patienten füllen vor und nach der Schlafuntersuchung Fragebögen aus, in die sie Ereignisse des Tages, die Einschätzung der Tagesbefindlichkeit und des Schlafes eintragen. Die Nachtschlafableitung wird zusammen mit diesen Informationen interpretiert.