Depression ist auf kein Lebensalter begrenzt. Insbesondere ältere Menschen sind häufig von einer Depression betroffen — oft unerkannt und unbehandelt.
Depression ist keine normale „Alterserscheinung“, sondern kann behandelt werden. Die klinische Erfahrung und Forschung zeigen, dass medikamentöse und psychotherapeutische Maßnahmen auch bei älteren Menschen sehr wohl zu einer deutlichen Verbesserung der gedrückten Stimmung beitragen können.
Im Rahmen der Psychotherapie wird in einer kleinen, überschaubaren Gruppe auf die individuelle Problematik eingegangen. Die Patienten lernen ihre Erkrankung zu verstehen. Gleichzeitig werden im Austausch mit anderen an einer Depression erkrankten Personen Strategien zur Krankheitsbewältigung erarbeitet.
Das Behandlungsprogramm besteht aus insgesamt 16 Terminen mit folgenden Schwerpunkten:
Vorgespräch und Psychoedukation
Entstehung einer Depression, individuelle Belastungs– und Stressfaktoren, individuelle Ziele, Behandlungsmöglichkeiten
Thema 1: Aktivitäten
Zusammenhang zwischen Aktivitäten und Stimmung. Der Fokus liegt auf der Reaktivierung.
Thema 2: Alter und Älter werden
Themen wie z.B. Verlust von vertrauten Personen, körperliche Einschränkungen, Einsamkeit etc. stehen im Mittelpunkt.
Thema 3: Kognitionen
Welchen Einfluss haben die eigenen Gedanken auf das Wohlbefinden?
Thema 4: soziale Kontakte
Wie wichtig sind soziale Kontakte und welche alltäglichen Situationen bereiten Probleme?
Rückfallprophylaxe