Forschung
Neurokognitive Grundlagen der Verarbeitung des emotionalen Gesichtsausdrucks bei Patientinnen mit einer Borderline Persönlichkeitsstörung: Eine Studie zur sozialen Kognition mithilfe der Magnetenzephalographie (MEG)
Das Ziel dieser Studie ist es, grundlegende Mechanismen der zeitlichen Verarbeitung von Gesichtern mit einer affektiven Komponente im Vergleich zu Objekten und den damit verbundenen emotionalen Prozessen bei Patientinnen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) hinsichtlich behavioraler, physiologischer und neuronaler Aspekte zu untersuchen.
Studienleiterin: Dr.med.Dipl.-Psych.Angela Merkl, cand.-psych. Nina Ammelburg Kooperation: PTB, Berlin
Endophänotypen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
In dieser Studie werden sowohl Patientinnen als auch deren erstgradige Familienangehörige mit Fragebögen und computergestützten diagnostischen Systemen untersucht, um festzustellen, ob im wesentlichen Temperamentsfaktoren wie Impulsivität und Aggressivität als auch dissoziative Symtome als Vulnerabilitätsfaktoren für die Borderline-Störung angesehen werden können.
Studienleiterin: Dipl.-Psych.Anke Rüter
Emotionale Aktivierung als ein Prädiktor der Therapieresponse bei Borderline-Patientinnen
In dieser Studie wird mit psychophysiologischen und neuroendokrinologischen Methoden die emotionale Aktivierung von Borderline-Patientinnen bei einem halbstandardisierten therapeutischen Gespräch erhoben. Die Hypothese ist, dass Patientinnen mit einer geringen emotionalen Aktivierung (durch Überregulation oder z.B. Dissoziation) einen schlechteren Therapieoutcome haben als Patientinnen mit einer deutlichen emotionalen Beteiligung.
Studienleiterin: Dr. Nicole Schommer
Dimensionale Diagnostik von Persönlichkeitsstörungen
Krankheitsverläufe und das Ansprechen auf Pharmako- und Psychotherapie lassen sich bei Persönlichkeitsstörungen präziser erfassen, wenn dimensionale Krankheitsmodelle verwendet werden. In dieser Studie soll die Validität und Spezifizität des von Livesley beschriebenen dimensionalen Modells (DAPP-BQ) mit dem 5-Faktorenmodell und nicht dimensionalen Modellen verglichen werden.
Studienleiter: Dr. med. Stefan Röpke
Charakterisierung der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung
In dieser Studie soll die Narzisstische Persönlichkeitsstörung genauer Charakterisiert werden. Es werden experimentelle Paradigmen zur Messung von Empathie (MAT), „theory of mind“ (MASC), sozialem Ausschluss (Cyperball) und impliziertem Selbstwert (IAT) verwendet.
Studienleiter: Dr. med. Stefan Röpke, Dipl.-Psych. Kathrin Ritter
Selbstkonzept und Selbstwertgefühl bei Borderline-Patientinnen
Borderline-Patientinnen zeichnen sich u.a. durch eine gering ausgeprägtes Selbstkonzept (Identitätsdiffusion) und eine ständige Selbstabwertung aus. In dieser Studie soll dieser Problembereich mit Hilfe von operationalisierten Konzepten zum Selbst mit Hilfe von Fragebögen erfasst werden. Ziel ist eine spezifische Erfassung der Bedeutung der chronischen Selbstabwertung im Krankheitsprozeß der Borderline-Störung.
Studienleiter: Dr. med. Stefan Röpke
Psychopharmakologische Behandlung von Patienten mit einer Cluster-B Persönlichkeitsstörung mit Quetiapin
Es besteht in der Behandlung von Patienten mit einer Borderline-, Narzisstischen- bzw. Histrionischen-Persönlichkeitsstörung ein Mangel an Studien zur Wirksamkeit von neueren Medikamenten. Diese Studie soll das atypische Antipsychotikum Quetiapin bei diesen Patienten erproben. Studienleiter: Dr. Stefan Röpke
Co-Morbidität und Therapieresponse bei der Dialektisch-Behavioralen Behandlung der Borderline-Störung
Diese Studie hat zum Ziel, die Therapieresponse bei der Dialektisch-Behavioralen Behandlung der Borderline-Störung vor dem Hintergrund von unterschiedlichen komorbiden Störungen (z.B. soziale Phobie, Angsterkrankungen, histrionische Persönlichkeitsstörung) zu untersuchen.
Studienleiter: Dr. med. Stefan Röpke, Dipl.-Psych. Anke Rüter
Männliche Patienten mit einer Borderline-Störung
Der überwiegende Teil von Borderline-Patienten im klinischen Alltag sind Frauen. Allerdings gibt es auch Männer, die an einer Borderline-Störung leiden, aber bisher noch nicht in den derzeitigen spezialisierten Therapieprogrammen (DBT) behandelt wurden. In dieser Langzeituntersuchung nehmen wir gezielt Männer mit einer Borderline-Störung auf, um diese Patientengruppe zu charakterisieren und die Wirksamkeit des bestehenden DBT-Programms bei diesen Patienten zu überprüfen.
Studienleiterin: Dr.med.Dipl.-Psych. Angela Merkl
MRT-Untersuchungen bei Borderline-Patientinnen
Bei diesem bildgebenden Verfahren interessiert die kognitive Verarbeitung emotionaler Stimuli bei Cluster B Persönlichkeitsstörungen. Wir verwenden hierzu die von Dziobek et al. (2006) entwickelten Paradigmen zur Messung von Empathie (MAT) und „theory of mind“ (MASC).
Studienleiter: Dr. med. Stefan Röpke
Genetikstudie bei Borderline-Störung
In dieser Untersuchung sollen Genotypen identifiziert werden, die besonders das impulsive Verhalten der Störung erklären.
Studienleiter: Dr. med. Stefan Röpke