Die Tagesklinik ist ein Bindeglied zwischen ambulanter und vollstationärer Behandlung. Es werden Patienten aufgenommen, deren Beschwerden so ausgeprägt sind, dass ein ambulanter Therapierahmen nicht mehr ausreicht, ein vollstationärer Klinikaufenthalt jedoch noch nicht bzw. nicht mehr erforderlich ist. Es stehen maximal 15 Behandlungsplätze zur Verfügung. Geöffnet ist die Tagesklinik von Montag bis Freitag jeweils von 8.30 bis 16.00 Uhr. Für die Aufnahme ist eine Einweisung durch einen niedergelassenen Arzt oder ein Krankenhaus notwendig. Die Kosten - einschließlich der Fahrtkosten mit einem Taxiunternehmen bzw. mit öffentlichen Verkehrsmitteln - werden von den Krankenkassen übernommen.
Zu den Mitarbeitern der Tagesklinik gehören ein Assistenzarzt, drei Krankenschwestern und zwei Ergotherapeuten. Hinzu kommen eine Altenpflegepraktikantin sowie - für besondere Aufgaben - eine Krankengymnastin, eine Sozialarbeiterin und zwei Psychologen. Die Zusammenarbeit der verschiedenen mit der Patientenversorgung betrauten Berufsgruppen ist eng und erfolgt im Team-Verbund und regelmäßiger Supervision durch einen Oberarzt.
Außer Suchtkranken können in der Tagesklinik alle psychiatrischen Patienten behandelt werden. Die Patienten leiden unter dementiellen Erkrankungen, Depressionen, Angsterkrankungen und Psychosen. Typisch für ältere Menschen, die oft längere Krankheitsgeschichten hinter sich haben, ist die Verflechtung dieser verschiedenen Störungen, die zu sehr individuellen und komplizierten Krankheitsbildern führen kann.
Die medizinische Betreuung in der Tagesklinik impliziert eine eingehende Diagnostik sowie in der Regel die Einleitung bzw. Fortführung einer pharmakologischen Behandlung. Wenn angezeigt kommt auch ein rehabilitatives Trainingsprogramm hinzu.
Das Programm der Tagesklinik beginnt morgens mit einem gemeinsamen Frühstück der Patienten. Anschließend findet eine kurze Gymnastik statt. Es folgen ein rehabilitatives Trainingsprogramm, Gestaltungstherapie oder Gesprächsgruppe. Nach dem Mittagstisch können die Patienten im Ruheraum liegen, wo Betten oder bequeme Sessel zur Verfügung stehen. Nachmittags werden erneut Einzel- oder Gruppenbehandlungen angeboten Psychotherapeutische, krankengymnastische oder ergotherapeutische Einzelbehandlungen sind, falls indiziert, ebenfalls möglich.