Stationäre Behandlungsangebote

Für Patienten mit Affektiven Erkrankungen, dazu gehören sogenannte uni- und bipolare Störungen mit manischen und depressiven Zustandsbildern sowie Angsterkrankungen stehen zwei offene Stationen (3 und 4) mit insgesamt 32 stationären und bis zu 10 tagesklinischen Behandlungsplätzen zur Verfügung. Zu den Mitarbeitern auf diesen Stationen gehören jeweils ein Oberarzt, zwei Assistenzärzte, das Team des Pflegepersonals als Co-Therapeuten, Psychologen, Sozialarbeiter, Bewegungstherapeuten und Ergotherapeuten.

Die Therapie erfolgt im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplans, der von Beginn an unter Berücksichtigung der Schwere und Art der aktuellen Symptomatik und unter Vermittlung eines Krankheits- und Therapiekonzepts mit dem Patienten besprochen wird.

 

Die Behandlung umfasst psychopharmakologische, kognitiv-verhaltenstherapeutische, sozialtherapeutische, ergo- und bewegungstherapeutische Angebote.

 

Das psychotherapeutische Angebot besteht aus einer psychoedukativen Gruppentherapie, mehreren psychotherapeutischen Kleingruppen mit den Schwerpunkten Depression, Angsterkrankungen und bipolare Störungen sowie ärztlichen und psychologischen Einzeltherapien. Unser Psychotherapieangebot basiert auf dem kognitiv-verhaltenstherapeutischem Konzept. Dabei finden individuelle Faktoren, die zur Ausbildung oder Aufrechterhaltung der Störungen beitragen können wie z. B. Partnerschaftskonflikte oder berufliche und finanzielle Belastungen Berücksichtigung.

 

Neben modernen antidepressiven, phasenprophylaktischen und flankierenden Medikamenten kommen Schlafentzugsbehandlungen und Lichttherapien zur Anwendung. Auch antidepressive Stimulationsverfahren (Elektrokonvulsionstherapie, transkranielle Magnetstimulation, Vagusnervstimulation, tiefe Hirnstimulation) werden angeboten. Manische Erkrankungen werden im Studienrahmen in einer Reihe von innovativen Therapieansätzen behandelt.

 

Unser Pflegeteam arbeitet nach dem Modell der Bezugspflege. Dabei steht jedem Patienten eine Pflegekraft während des stationären Aufenthalts zur Seite, mit der ein therapeutischer Wochenplan erarbeitet und umgesetzt wird. Weiterhin ist das Pflegeteam leitend oder co-therapeutisch am Gruppenangebot des Moduls beteiligt, zu dem unter anderem Kultur-, Literatur-Sport und Entspannungsgruppen sowie Konzentrationstraining gehören.

Letzte Modifikation: 7.01.2010