Forschungsschwerpunkte

Forschungsaktivitäten im Modul "Affektive Störungen“ umfassen die Themen "Affektive Neurowissenschaften und Emotionsmodulation" (Leitung: Prof. Malek Bajbouj), Neuroplastizität und Tiermodelle (Leitung: Prof. Golo Kronenberg), „Klinische Studien“ sowie den assoziierten Bereich "ADHD im Erwachsenenalter“ (Leitung: Dr. Michael Colla). Ein weiterer Bereich beschäftigt sich mit der „Stressverarbeitung und Metabolismus“ (Leitung: Prof. Isabella Heuser). Arbeitsgruppenübergreifend werden u.a. genetische, biochemische und biographische Einflussfaktoren untersucht und eine Vielzahl bildgebender Verfahren eingesetzt.

 

Im Rahmen des DFG-geförderten Exellenzcluster „Languages of Emotions“  der Freien Universität Berlin werden verschiedene Projekte zu Alexithymie, Emotionsregulation und Emotionsmodulation in interdisziplinären Forschungsverbünden durchgeführt

 

Nähere Informationen zum Bereich "Affektive Neurowissenschaften/Emotionsmodulation" finden Sie hier

 

Nähere Informationen zum Bereich "ADHD im Erwachsenenalter" finden Sie hier.

 

Nähere Informationen zum Bereich "Neuroplastizität und Tiermodelle" finden Sie hier.

 

Nähere Informationen zum Excellenzcluster „Languages of Emotions“ und dessen Projekte  finden Sie hier.

 

 

Neuartige medikamentöse Behandlungsansätze

In mehren Studien wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit neuer Medikamente für unipolar depressive und bipolare Erkrankungen näher beleuchtet. Weiterhin untersuchen wir Kombinationsbehandlungen für spezielle Erscheinungsformen der Depression sowie pflanzliche Antidepressiva. Bei Patienten mit bipolaren Erkrankungen untersuchen wir in einer Reihe von Studien die antidepressive bzw. antimanische und stimmungsstabilisierende Wirksamkeit neuartiger medikamentöser Strategien.

Auswahl aktueller Studien:

In einer placebo-kontrollierten Studie wird die antidepressive Wirksamkeit von Olanzapin als „add-on“ zu einem Antidepressivum bei therapieresistenter Depression überprüft.

 

Weiterhin wird in einer Studie die Kombination bestehend aus einem Stimmungsstabilisierer und einem atypischen Antipsychotikum bei Patienten mit Bipolaren Störungen verglichen.Ansprechpartner.

Ansprechpartner

Dr. med. Arnim Quante

 

 

Studien mit bildgebenden Verfahren

Einige Studien mit bildgebenden Verfahren konnten Veränderungen der Hirnstruktur bei Patienten mit affektiven Erkrankungen nachweisen. Der Frage, wie eine antidepressive Behandlung positiv auf diese Veränderungen einwirken kann, gehen wir in einer Studie nach, in der wir Patienten im Verlauf mehrfach einer Magnetresonanztomografie des Gehirns sowie elektrophysiologischen und neuropsychologischen Untersuchungen unterziehen.

 

Eine besondere Methode der Magnetresonanztomografie, die MR-Spektroskopie, ermöglicht die Darstellung bestimmter Stoffwechselprodukte im Gehirn. In Zusammenarbeit mit der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) und dem DINE (Dahlem Institute of Neuroimaging of Emotions) untersuchen wir, ob Patienten mit affektiven Erkrankungen diesbezüglich Veränderungen in bestimmten Hirnarealen aufweisen.

Ansprechpartner

Dr. med. Michael Colla

Prof. Dr. med. Malek Bajbouj

 

 

 

ANEM: Affektive Neurowissenschaften und Emotionsmodulation

Die ANEM-Forschungsgruppe befasst sich mit grundlegenden Prozessen in der Emotionsverarbeitung und der Evaluation der Möglichkeit Emotionen und affektive Störungen mit Hirnstimulationsverfahren zu behandeln. Die klinisch tätigen Wissenschaftler der Arbeitsgruppe interessiert insbesondere die Frage nach der Effektivität und des Nebenwirkungsprofils unterschiedlicher antidepressiver Stimulationsverfahren (Elektrokonvulsionstherapie (EKT), transkranielle Magnetstimulation (TMS), Vagusnervstimulation (VNS), tiefe Hirnstimulation (DBS) nach. Deren neurobiologische Grundlagen werden mit bildgebenden, neurochemischen und neurophysiologischen Techniken untersucht. In einer internationalen Kooperation ist unsere Klinik an der Entwicklung eines weiteren antidepressiven Stimulationsverfahrens, der Magnetokonvulsionstherapie, beteiligt. Zudem werden in Langzeituntersuchungen Wirksamkeit von verhaltenstherapeutischen, medikamentösen und Stimulationsverfahren bei depressiven Patienten untersucht. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. Malek Bajbouj

Dr. med. Lara  Rzesnitzek

 

 

Neurofunktionale Korrelate der Emotions-Kognitions-Kopplung bei depressiven Patienten und gesunden Probanden

Dieses multizentrische BMBF geförderte Projekt (Leitung: Prof. Dr. Isabella Heuser; gemeinsam mit dem ZI Mannheim und der Universität Bonn) kombiniert die Modelle und Konzepte aus den kognitiven Neurowissenschaften und der klinischen Psychiatrie. Kernthema ist die Untersuchung von Emotion und Kognition anhand des Modells des affektiven Bias bei Depression. Im Rahmen dieser Studie kommen innovative Forschungsinstrumente (funktionelle Magnetresonanztomographie) und moderne Therapiekonzepte (CBASP, Psychotherapie chronischer Depressionen) zur Anwendung. Mehr Information erhalten Sie hier.

Ansprechpartner

Dr. med. Michael Colla

 

 

Forschungsschwerpunkt ADHD

Die Forschungsgruppe ADHD befasst sich wissenschaftlich mit zwei Schwerpunkten: zum einen werden mithilfe neuropsychologischer und bildgebender Techniken die zugrundeliegenden Ursachen für die Entstehung dieser Störung untersucht. Zum anderen beschäftigen wir uns in verschiedenen Untersuchungen mit der Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten. Unsere Klinik ist dabei Mitglied im neugegründeten Deutschen ADHD Kompetenz Netzwerk und führt in diesem Netzwerk eine vom BMBF- geförderte Untersuchung zu neuropsychologischen, bildgebenden und therapeutischen Fragen bei dieser Störung durch.

Ansprechpartner

Dr. med. Michael Colla

Letzte Modifikation: 19.10.2010